Rückkehr nach Tansania

vom 27.02.2010 bis zum 26.06.2010 werde ich also dieses Mal unterwegs sein...

Sonntag, 28. September 2008

erstes Spiel

Hey alle zusammen,

na, schönes Wochenende gehabt?

Hier war es sehr entspannend. Heut war wieder Gottesdienst, vllt auch ein Wort dazu :-)

Als ich das erste Mal hier im Gottesdienst war, war ich etwas überrascht - ich hatte so eine ganz filmtypische Vorstellung von einem afrikanischen Gottesdienst :-)

Aber ganz so aufregend wie es oft dargestellt wird ist es (zumindest hier) nicht - es gibt zwar mehrere Chöre, die immer einige Lieder singen und die Predigten sind auch etwas exzentrischer, aber insgesamt ähnelt der Gottesdienst doch an manchen Stellen auch unserem deutschen- mit Kollekte, Vater Unser, Glaubensbekenntnis, Segen und so weiter - ganz wie man es von zu Hause gewohnt ist - ja Meike!! :-)

Ansonsten hatten wir heut unser erstes Spiel gegen Masange - die Spieler aus diesem Dorf sind nach der Kirche zu uns hoch gekommen und wir haben ne Runde gezockt.

Unsere Patienten haben sich super geschlagen und haben sich ziemlich angestrengt - aber leider haben wir trotzdem verloren - 7:2 :-(  (auch wenn ich mich gefreut hab, dass das gut lief war ich natürlich trotzdem ein wenig enttäuscht^^)

Die andern waren ganz schön gut - spielen jeden Tag und natürlich viel fitter als die Patienten.

Aber es hat allen viel Spaß gemacht - das fand ich echt gut - die Patienten haben sich gefreut und meinten am Ende "wir müssen mehr Trainieren! Wir müssen jeden Tag spielen!" :-) 

Und die Stimmung war auch gut - ich glaube alle Kinder und Jugendlichen die es in diesem Dorf gibt sind gekommen und haben die Spieler angefeuert...

Nachdem das so gut geklappt hat, haben wir vor demnächst ein größeres Tournier mit mehreren Dörfern hier zu organisieren. 

Und ich werde mal schaun, dass ich ein paar gute Spieler finde und mit denen ein intensiveres Training mache :-)

Also dann bis die Tage

Mungu awabariki

Freitag, 26. September 2008

Masange View Point






Nyoka, nyoka, nyoka!!

Am Mittwoch war ich nicht arbeiten, was zum einen daran lag, dass ich am Vormittag geschlafen habe, weil ich in der Nacht kaum ein Auge zugemacht habe, und irgendwie Schüttelfrost oder so hatte – am Nachmittag stellte sich dann heraus, dass ich Malaria hatte , als ich den Test gemacht hab. Es sind aber nur zwei verschiedene Typen der Bakterien gefunden worden und es ist nicht so schlimm, aber es reicht halt um sich schlecht zu fühlen.
Wie dem auch sei, am Mittag wusste ich noch nichts davon und mir gings auch etwas besser. Nach dem Mittagessen bin ich mit Gelson und einem anderen Mitarbeiter auf Schlangensuche gegangen. Bertha, eine neue Mitarbeiterin hier, hat auf ihrem Weg morgens eine große schwarze Schlange gesehen, die wir jetzt suchen und einfangen wollten. 
Also sind wir runter in die Gärten und an die Flüsse gegangen und haben die Bäume abgesucht. Aber es war nichts zu sehen von einer Schlange oder auch nur irgendwas Vergleichbarem. Nachdem wir ne halbe Std. durch den Wald und die Büsche gestreift sind haben wir uns auf den Weg zurück begeben und uns schon damit abgefunden, dass die Schlange sich für heute zu gut versteckt hat. 
Auf dem Rückweg kamen uns einige Patienten entgegen die Kuni (Feuerholz) holen wollten – Mittwochs ist ja Feuerholz-hol-Tag 
Als wir schon an ihnen vorbei waren riefen sie uns plötzlich nach einer Weil aufgeregt hinterher „Nyoka, nyoka, nyoka!!“ (Schlange) 
Da sind wir also schnell zurück und haben das Feld umgegraben nach der Schlange.
Nach ner Weile kam uns auch eine entgegengesprungen, doch sie war weder besonders groß noch schwarz – ein kleines giftgrünes Tier schlängelte sich vor unsern Füßen auf dem Boden.
Milton hat sie dann eingefangen und wir sind zurück zum Krankenhaus. 
Wir wollen mal schauen was man so über die verschiedenen Schlangen hier rausfinden kann – was es alles für welche gibt, wie sie leben und was sie fressen und und und…
Danach bin ich dann jedenfalls zum doc gegangen und hab sicherheitshalber mal, nur zur vorsorge versteht sich, nen Test machen lassen^^ und hatte tatsächlich Malaria.
Naja hab dann direkt Tabletten genommen eine Nacht durchgeschlafen und mich auch gestern noch ausgeruht und war dann heut schonwieder arbeiten – also halb so schlimm :-)

Wanderung Lushoto

Nächster :-)

Am Dienstag sind morgens nach Lushoto gefahren. Das ist eine Stadt, ca. 1 ½ Std entfernt von hier. 

Dort sind wir nach Irente gewandert. Wir hatten zwei Tourgides die uns zum Irente View Point geführt haben. Das ist ein ähnlicher Aussichtspunkt wie die beiden bei uns. Danach sind wir zur Irentefarm gewandert wo Peter, der Freund von Anja und Frank aus Peponi, arbeitet. Wir haben dort lecker picknick bekommen und haben danach noch das Waisenhaus angeschaut – dort leben Waisenkinder bis sie 2 sind. Das war schon irgendwie traurig die vielen kleinen Kinder zu sehen, die einen direkt angesprungen haben als man rein kam und auf den Arm genommen werden wollten. Die waren eben auch alle noch sehr sorglos und man konnte sehen wie sie spaß daran hatten mit einem zu spielen.

Die Leiterin dieses Projektes hat uns noch berichtet das sie Probleme haben, da sie im Moment kein Geld von der Regierung bekommen und jeden Tag schauen müssen wie sie den Tag finanzieren.

Wir haben auch einen Menschen aus Korogwe mitgenommen, der seine Ausbildung von unserm Krankenhaus gesponsort bekommt. Für ihn wurden dann dort die Verträge unterschrieben.


Diese Wanderung hat uns gezeigt, dass wir sehr viel Potential für Touristen haben – mit unseren Aussichtspunkten und, ehrlich gesagt, viel schöneren Wanderrouten :-)


Masange View Point

Ja hallo!
Da melde ich mich doch mal wieder und hab auch gleich drei (wenns klappt) Posts für euch  :-)
Am Samstag sind wir nach dem Mittagessen zu einer Wanderung aufgebrochen. Mit dabei waren Mitarbeiter des Krankenhauses hier und ein paar Dorfbewohner, die an dem Tourismusprojekt mitarbeiten. Wir sind zum Masange-View-Point gewandert. Masange heißt ein kleines Dorf hier in der Nähe von Lutindi. Wir sind also durch die Wälder gestreift und haben einiges gesehen – Gelson, ein fundhi hier im Krankenhaus kennt ungefähr jede Pflanze und jedes Tier hier in den Wäldern und hat einfach zu allem was zu erzählen – der perfekte Touristenführer  :-)
Hier stehen einige Bäume die hunderte von Jahren alt sind, ist schon manchmal beeindruckend. 
Am View Point selber ist es der Wahnsinn – man steht einfach am Abgrund und kann das ganze Tal überblicken.
Dort sind wir dann auch in eine Höhle geklettert, in der es popo (Fledermäuse) gibt. Uns kamen schon ein paar vereinzelte entgegen und sind dann nach draußen entschwunden, aber drinnen ging es einen flachen Spalt rauf, wo man nicht weiterkam. Dort haben wir uns hingelegt und an die Decke geleuchtet – zuerst sah man nur etwas funkeln und leuchten, aber als die ersten Blitze der Kamera angingen, kamen sie  :-O

Um die 30 Fledermäuse kamen mit einem Mal aus dem Spalt gestürzt und sind uns gegen Kamera und Gesicht geflogen. Leider ist es mir nicht gelungen eine direkt im Flug zu fotografieren – aber an der Decke hängend könnt ihr euch sie im Bilderpost anschauen  :-)

(hoffentlich später)

Als wir ankamen war es schon fast dunkel und alle waren kaputt von der Wanderung, aber es hat spaß gemacht und ist jedem der hier vorbei kommt zu empfehlen.