Rückkehr nach Tansania

vom 27.02.2010 bis zum 26.06.2010 werde ich also dieses Mal unterwegs sein...
Posts mit dem Label Lutindi Alltag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Lutindi Alltag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 30. Juni 2009

Ein schöner Urlaub

Hey Leute,

ich melde mich auch mal wieder zwischendurch. Ich habe zwar wieder einiges zu tun gehabt in den letzten Wochen, aber irgendwie komme ich nie so richtig dazu, auch hier zu schreiben :-) 

Da ich aber letztens von Lars besuch bekommen habe, der für 2 Wochen hier unten war, will ich doch wenigstens die Gelegenheit nutzen, mich für diese super Zeit zu bedanken. Es waren echt klasse Tage - wir haben zusammen im Beach Crab einen Tauchkurs gemacht. Das war echt toll - am Anfang ein bischen "rumgekrebse", immer mit den Knien auf dem Boden, aber nach ein wenig Übung, bei den letzten Tauchgängen, ging es super und wir konnten richtig den Tauchgang, immerhin bis 18m Tiefe, genießen. Eine tolle Erfahrung und ein sehr entspannender Sport - nächstes Jahr gibts hoffentlich die Fortsetzung mit dem Advancedkurs :-)

Danach sind wir, zusammen mit Noemi, die wir im Beach Crab "aufgelesen" haben, nach Lutindi gefahren. Dort hatten wir zwar ein paar regnerische Tage, sind aber trotzdem ein wenig unterwegs gewesen (ich konnte zum ersten Mal meine Regenjacke richtig "einweihen" :-D ), haben auch eine coole Zeit gehabt und am Ende kam sogar die Sonne raus. 

Hier auch eins der wenige Bilder die ich auf dem Laptop habe, da dummer weise mein Laptop die Speciherkarte nicht lesen konnte:

Ansonsten arbeite ich weiterhin im Innendienst, mit den Patienten zusammen. Nach ein paar Wochen habe ich festgestellt, dass die Patienten zwar immer wieder etwas unterschiedlich, von ihrer Krankheit oder Persönlichkeit her sind, viele Situationen sich aber sehr ähneln. Dadurch kann man, auch in dieser Arbeit, gut einen Rytmus finden, ist schnell mit allen Arbeitsabläufen vertraut und lernt gut, mit schwierigen Situationen um zu gehen. Ich weiß nicht, ob ich das schon Mal geschrieben habe, aber einer der Drogenabhängigen, die wir im Moment da haben, hat in Amerika studiert und ist dann wieder zurück gekommen, um hier in der Stadt zu arbeiten. Dadurch, dass er 4 Jahre in Amerika gelebt hat, hat er natürlich einen starken Akzent, den man sogar im Suaheli hört. Ich finde es jedes Mal witzig, wenn er zum Beispiel "Habari" sagt und dies dann mit einem starken amerikanischen Akzent ausspricht - schon schräg, wenn dies in seiner eigenen Muttersprache verankert ist... ist mir nur grad noch eingefallen :-)

Dann mal noch eine gute Woche allen.

Flo

Freitag, 5. Juni 2009

"Ergebnisse" auch im Innendienst

Hallo,

diese Woche habe ich mich sehr gefreut. Vor ein paar Wochen haben wir einen Patienten bekommen, der sehr schwierig war und uns doch einige Arbeit bereitet hat. Er war ein gutes Beispiel dafür, wie schlecht es einem mit einer psychischen Erkrankung gehen kann. Aber mitlerweile geht es ihm so viel besser, dass er sogar diese Woche mit Fußball spielen konnte. Das war echt ein toller Fortschritt und er hat sich selber sehr gefreut. Man kann sich jetzt auch mit ihm unterhalten und er wird einen Bereich zum arbeiten zugeteilt bekommen.

Das war für mich mal wieder ein schönes Beispiel dafür, wie gut die Therapie, die Medikamente und das Krankenhaus hier oben den Patienten helfen können. Und es ist gut solche Veränderungen in dieser Arbeit zu sehen, da man keine "fertigen Ergebnisse", wie zum Beispiel aus der Arbeit in der Schreinerei, in händen hält.

Somit allen ein schönes Wochenende,

Flo 

Montag, 18. Mai 2009

Innendienst und Windanlage

Hey,


auch noch einen Beitrag zu meiner Arbeit hier.
Ich habe nach meinem Urlaub auch die Arbeit gewechselt und bin jetzt im Innendienst.
Das heißt, ich arbeite im Männertrakt, mit den akuten Patienten, die noch nicht raus können, um zu arbeiten. Das ist noch mal ein ganz anderer Einblick in die Krankenhausarbeit und es war mir auch wichtig dies kennen zu lernen. Die Arbeit ist zwar körperlich nicht so anstrengend, wie in anderen Bereichen, fordert einen aber trotzdem sehr. Man ist die ganze Zeit „präsent“ und quasi ständig im Gespräch mit mehreren Patienten, die einem alle ihre Geschichte erzählen wollen, oder teilweise auch zusammenhangslose Dinge erzählen. Einige Geschichten hört man so 5-, 6-mal am Tag und 6 Tage die Woche. Mehr oder weniger „nebenbei“ kommt es vor, dass sich andere Patienten immer wieder aus ziehen, in den Aufenthaltsraum urinieren oder sonst was anstellen. Das ist schon etwas anderes als mit den Patienten zu arbeiten, die tatsächlich schon richtig beim Kochen, Backen, Bauen oder sonst wo helfen können, gehört aber eben genauso zu einer psychiatrischen Einrichtung dazu . Es ist außerdem auch schön mit zu bekommen, wie sich die Patienten hier innerhalb weniger wochen verbessern. Man kann nach einiger Zeit vernünftig mit ihnen reden, sie bekommen mehr von ihrer Umwelt mit und können dann eben auch mitarbeiten. Dort kann man am deutlichsten sehen, wie viel und wie schnell die  Medikamente und die Krankenhauslage und alles helfen.

Außerdem sind wir auch einen Schritt weitergekommen in unserem Windprojekt. Wir haben aus Deutschland eine Windmessstation geliefert bekommen. Diese liefert uns Daten, zur Planung unserer Windanlage, sodass wir dann vielleicht irgendwann undabhängig von der tanzanischen Stromgesellschaft sind, welche eben so viele Probleme, wie auch Hilfen mit sich bringt…
Der wind muss natürlich auch in entsprechender Höhe gemessen werden, sprich auf ca. 12 m.

Dazu haben wir dann eine Konstruktion aus Rohren gebaut und diese auf dem Masusu aufgestellt. Das war eine ganz schöne Aktion, aber es war wirklich cool zu sehen, wie fast alle „fundis“, Handwerker, die es hier im Krankenhaus gibt und viele Patienten zusammen an einer Sache arbeiten. Und es hat uns wieder ein Stückchen weiter gebracht. :-)  

War schon ein Akt, das 12 m lange Rohr überhaupt darauf zu bekommen:

und dann auch noch auf zu stellen:


Mittwoch, 18. Februar 2009

Arbeit

Hey,
ich hab noch etwas zu berichten :-)
Ich habe jetzt nämlich auch wieder die Arbeit gewechselt. Helfe jetzt unserem Maurer „Mzee Mandia“. Der ist total cool. Obwohl er schon 70 ist, ist er super fit! Kein Wunder bei der Arbeit… 
Im Moment bauen wir zum Beispiel eine neue Abwassergrube und verlegen die Leitungen vom Haus dort hin und so weiter. Das ist etwas anstrengender als in der Schreinerei, macht aber total viel Spaß.
Dafür ist es mit unserem Englischkurs „etwas schleppend“… Genauer gesagt: Zu dem ersten Kurs kommt einfach keiner mehr^^. Ich hatte die Leute am Anfang gefragt ob sie weiter machen wollen und wir haben deswegen ja sogar zwei Kurse gemacht, aber jetzt sitz ich immer alleine da und warte darauf, dass jemand kommt :-D Die Leute können, zumindest mir, eben nicht einfach sagen, dass sie keine Lust mehr haben. Naja, machen wir eben nur mit dem 2. Kurs weiter – der läuft dafür super…

Bis die Tage

Flo

Mittwoch, 4. Februar 2009

Lutindi, Mashindey & Zwischenseminar

Hey Leute,

wow, jetzt ist schon Februar!! Die Zeit vergeht echt viel zu schnell...

Die letzten Wochen habe ich meine Zeit hier in Lutindi verbracht und genossen. Durch Arbeit, Sport, Unternehmungen und was hier sonst noch so ansteht, merkt man garnicht, wie die Zeit "rast". Wir haben einiges geschafft in der Schreinerei, natürlich für unsere "tansanischen Verhältnisse" ;-) und unter anderem neue Schränke für den Ward der Männer hergestellt. Außerdem haben wir hier im Moment eine etwas verspätete kleine Regenzeit, die eigentlich so um Dezember rum hätte sein sollen. Dadurch kommt einmal am Tag ein ordentlicher "Schauer" runter und erfrischt uns und den Garten ordentlich und beschert uns ein sehr angenehmes Klima :-)

Ja und jetzt ist bald schon wieder Wochenende und dann werde ich mal wieder etwas unterwegs sein. Am Samstag, mache ich mit einigen Freunden eine Wanderung zum nahe gelegenen Berg "Mashindey". Dieser ist zwar nicht soo viel höher gelegen, als wir, soll aber eine schon etwas anstrengendere Kletterei beinhalten :-) Ich bin gespannt... Wir gehen dafür morgens um 5 Uhr los, damit wir mit der Sonne auf dem Berg ankommen, dort gemütlich frühstücken und die Aussicht genießen können. Und dann gibts auch mal wieder das ein oder andere Bild :-) (Wir gehen bisher davon aus, dass wir es in 2 Stunden schaffen werden, worüber sich einige schon etwas amüsiert haben - unser Kommentar dazu war dann nur "wir sind alle Männer und sportlich..." :-) Wir werden sehen, zumindest haben wir ein Ziel...^^)

Man sieht den Berg übrigens auf den Bildern, die ich mal ganz am Anfang, von unserem View Point rein gestellt habe. Wer also mal schauen möchte... "Bilder-Lable"

Da fällt mir noch ein Spruch ein, den ich letztens gehört habe: "Penye nia, pana njia" (Wer rausbekommt, was das heißt, bekommt ne Belohnung...)

Und am Sonntag, werde ich dann mit dem Bus nach "Moshi" aufbrechen. Dort haben wir für eine Woche ein Zwischenseminar und treffen uns mit allen deutschen Voluntären in einem Hotel und werden Rückblick halten, wie es uns bisher so ergangen ist, bzw. wie es weiter gehen wird. Da werden also jede Menge Jugendliche zusammen kommen und ich denke an Gesprächsstoff wird es uns nicht mangeln... 

Also bis die Tage 

Flo / Kroll

Donnerstag, 8. Januar 2009

zurück im Alltag

Hey,

da bin ich jetzt also wieder in Lutindi und die Arbeit geht auch wieder weiter.
So sehr mir der Urlaub auch gefallen hat, war es wirklich schön wieder zurück zu kommen, nach Hause. Und ich habe schon direkt wieder erlebt, wie der Alltag aussehen kann, wenn man nicht im Urlaub, in einem schönen Hotel ist, sondern eben „auf dem Land“, hier im Krankenhaus, wo es zur Zeit kein fließendes Wasser gibt. Denn irgendwo ist eine Leitung verstopft und jetzt kommt aus keinem Hahn auch nur ein Tropfen raus, weshalb wir jetzt in Gruppen zum Teich gehen und von dort in Eimern Wasser holen. Es ist komisch, aber irgendwie sind das Kleinigkeiten, die einfach dazu gehören. Man gewöhnt sich so daran, dass es schon fast komisch, oder langweilig ist, wenn alles „ganz normal“ abläuft.
In dem Sinne, allen einen abwechslungsreichen Alltag… :-)

Flo


Freitag, 26. Dezember 2008

Krismassi

Ja, das wars also - die Weihnachtsfeiern sind vorüber (oder zumindest gibts bei den meisten heute Abend die Letzte) und man kann sich wieder erholen und hat keinen Stress mehr :-)

Oder wars bei euch nicht so stressig? Wenn ich an die letzten Weihnachten denke, würde ich sagen, ich hatte es dieses Jahr auf jeden Fall entspannter - und es war auch sehr schön. An Heiligabend habe ich mit Anja, Frank und Ruth zusammen zu Abend gegessen. Dafür haben wir nachmittags zusammen das Essen vorbereitet, was einen merkwürdigen Verlust beinhaltet hat. Denn Mittags wurde einer der Hasen vom Bauernhof geschlachtet, damit wir uns dann abends einen leckeren Braten machen konnten. Aber als wir dann nachher das kleine Tier gesucht haben, war es verschwunden - weder in Küche, Kühlschrank, Gefrierschrank, noch sonst irgendwo war er auf zu finden und da so ein Tier, im geschlachteten Zustand nunmal schlecht von selber weghoppeln kann, gehen wir mal davon aus, dass er (bestimmt versehentlich) von jemandem mitgenommen wurde. Dieser hatte dann zumindest auch ein leckeres Weihnachtsessen... Naja dann wurde jeden falls ein neuer für uns hergerichtet und es gab dann doch noch Kaninchenbraten mit Spätzle... Super lecker :-)

Danach gab es Bescherung unterm Weihnachtsbaum! Wir hatten also nen schönen Abend. Gestern, war ich dann bei Familie Dili eingeladen - Mitarbeiter vom Krankenhaus - was sehr nett war und sehr lustig... Und heute hatte ich Evard zu gast und wir haben zusammen gekocht. Obwohl es hier so total gegensätzlich war, hatte ich also schöne Feiertage.

Und jetzt freue ich mich auch schon auf meinen Urlaub in Pangani - werde dort eine Woche am Strand liegen, im Meer schwimmen und Sylvester feiern :-) Zusammen mit einigen andern Voluntären hier aus Tanzania. 

Also danke für eure Weihnachtsgrüße und allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!!

Flo / Kroll

Montag, 8. Dezember 2008

ruhiges Wochenende

Hey Leute,

erste Frage: wie war die CRN? :-) Hat's gerockt?

Ich hab im Gegensatz zu denen, die dort waren, ein sehr entspanntes Wochenende hinter mir... Musste nicht arbeiten und hab auch nicht so viel Anderes gemacht^^ Es hat auch geregnet, sodass man nicht all zu viel draußen unternehmen konnte. 

Heute und morgen ist dazu passend auch Feiertag und ich hab wieder frei ;-) Aber heute Abend zelten wir auf unserem "View Point". Dort bauen wir nämlich gerade einen Zeltplatz, wo die Besucher unterkommen können. Mit Feuerstelle, zum grillen, Toilettenhaus, Waschmöglichkeiten und so weiter. Ist bisher noch nicht besonders weit, aber wir wollens heut' Abend mal einweihen :-)
Das heißt, wir werden da oben mit ca. 9 Leuten zuerst schön grillen und danach mal schaun, ob man dort gut schlafen kann...

Und morgen fangen wir auch mal damit an, Karten von der Umgebung hier zu zeichnen. Wir werden ne Wanderung zum Magamba View Point machen und dann eben ne Karte zeichnen, den Weg beschreiben und in einen Schwierigkeitsgrad einteilen und dann eine Collage für's Office mit allen Infos und Bildern machen.
Das Ziel soll sein, später mal Infos über mehrere verschiedene Wanderwege anbieten zu können, sodass die Leute sich nach ihren Interessen den richtigen aussuchen können - Länge, Schwierigkeit, was gibts zu sehen und so weiter... Das hatten wir jetzt zwar schon seit längerem vor, aber jetzt geht's los... Tanzania :-)

Also dann allen eine gute Woche, bis die Tage.

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Urlaub...

Hey,

mal wieder schöne Grüße aus den Usambara Bergen :-) 
Wie geht’s wie steht’s? Ich höre ihr müsst schon frieren, bei mittlerweile 2°C? Pole Sana!
Bei uns ist super Wetter, auch wenn es jetzt mal 2 Tage richtig geschüttet hat… Sonst Sonne und schön warm :-)
Es läuft hier alles seine geregelten Bahnen – 2 Mal die Woche Englischkurs. Der ist super und wir haben alle noch viel Spaß daran – die Mitarbeiter lernen fleißig und geben sich echt Mühe, was es mir leicht macht.
Ansonsten Arbeit in der Schreinerei – das ist auch weiterhin super und liegt mir ja sowieso ganz gut. Aber oft ist es ein bisschen anstrengend, weil ich es aus Deutschland (speziell Bever :-) ) gewohnt bin mit allen möglichen Maschinen und Hilfsmitteln zu arbeiten – die gibt’s hier nicht und so ist die Arbeit oft mühseliger und langsamer, als ich es gewohnt bin. Oft ist es auch so ne „Frümmelsarbeit“, wo man am liebsten sagen würde „Stop, wir fangen nochmal von Vorn an und diesmal direkt richtig“^^ Aber ich geb mir Mühe und mach das natürlich nicht :-D

Aber die Tansanier haben da eindeutig mehr Geduld als ich – es gibt also noch ne Menge für mich zu lernen…

Samstag war die 2. Kochgruppe und es gab Reis, mit Kartoffeln, Fleisch und Chili - also sehr scharf und sehr lecker!! :-)


Tja ansonsten geht’s am Wochenende auf nach Arusha!! – ich fahr mit Anja, Frank, Ruthi und einem Freund von Maasens, aus Deutschland, in den Tarangire Nationalpark… Super!!

Ich werde also die ganze nächste Woche schön Urlaub haben und mir wilde Tiere anschauen :-) Und dann hab ich hoffentlich auch mal was interessanteres, als Chamäleons und Schildkröten, zu präsentieren…;-)

Meike: Ich freue mich natürlich über jeden Kommentar und es ist super, wenn ihr schreibt - aber ihr müsst euch wirklich nicht unentwegt sorgen machen...^^ 

Also bis die Tage 

Mungu awabariki 

Flo 

Samstag, 18. Oktober 2008

Dies und das...

Ja hallo...

wie ist so das allgemeine Wohlbefinden?

Hier ist es sehr schön, denn das schlechte Wetter hat sich endgültig verabschiedet und wir haben so an die 30 °C. Und die Stimmung ist gut ...

Am Donnerstag habe ich mit meinem Englischkurs für ca 16 MA aus dem Krankenhaus hier angefangen. Die unterrichte ich, mit einem Jugendlichen, der auch gerade mit der Schule fertig ist, 2 Mal die Woche, bis Weihnachten (für den ersten Kurs).

Am Anfang war ich ganz schön gespannt, wie das so funktionieren würde, weil die Leute noch gar nichts können und es mir etwas schwierig erschien von null an aufbauen zu müssen. Aber nach der ersten "Unterrichtsstunde" waren wir alle - sowohl David und ich, als auch die "Schüler" total begeistert... Es hat super geklappt und die Leute haben gut mitgearbeitet. Jetzt freuen wir uns schon alle auf nächsten Dienstag, wenns weiter geht... :-)

Und heute haben wir mit unserer Kochgruppe angefangen - wir kochen jetzt jeden Samstag mit ca. 8 Personen und essen das nachher zusammen - das ist gut als Therapie für die Patienten und macht natürlich auch Spaß... :-) Heute gabs Ugali (das ist dieser Maisbrei) mit Fisch und Gemüse und zum Nachtisch Orangen... 

Und dann war heute auch noch ein Mensch hier oben, der eine Schidlkröte verkaufen wollte... war witzig für alle, die an zu schaun, aber kaufen wollte sie natürlich keiner... :-D.

Soweit von den letzten Tagen hier... 

Sonntag, 28. September 2008

erstes Spiel

Hey alle zusammen,

na, schönes Wochenende gehabt?

Hier war es sehr entspannend. Heut war wieder Gottesdienst, vllt auch ein Wort dazu :-)

Als ich das erste Mal hier im Gottesdienst war, war ich etwas überrascht - ich hatte so eine ganz filmtypische Vorstellung von einem afrikanischen Gottesdienst :-)

Aber ganz so aufregend wie es oft dargestellt wird ist es (zumindest hier) nicht - es gibt zwar mehrere Chöre, die immer einige Lieder singen und die Predigten sind auch etwas exzentrischer, aber insgesamt ähnelt der Gottesdienst doch an manchen Stellen auch unserem deutschen- mit Kollekte, Vater Unser, Glaubensbekenntnis, Segen und so weiter - ganz wie man es von zu Hause gewohnt ist - ja Meike!! :-)

Ansonsten hatten wir heut unser erstes Spiel gegen Masange - die Spieler aus diesem Dorf sind nach der Kirche zu uns hoch gekommen und wir haben ne Runde gezockt.

Unsere Patienten haben sich super geschlagen und haben sich ziemlich angestrengt - aber leider haben wir trotzdem verloren - 7:2 :-(  (auch wenn ich mich gefreut hab, dass das gut lief war ich natürlich trotzdem ein wenig enttäuscht^^)

Die andern waren ganz schön gut - spielen jeden Tag und natürlich viel fitter als die Patienten.

Aber es hat allen viel Spaß gemacht - das fand ich echt gut - die Patienten haben sich gefreut und meinten am Ende "wir müssen mehr Trainieren! Wir müssen jeden Tag spielen!" :-) 

Und die Stimmung war auch gut - ich glaube alle Kinder und Jugendlichen die es in diesem Dorf gibt sind gekommen und haben die Spieler angefeuert...

Nachdem das so gut geklappt hat, haben wir vor demnächst ein größeres Tournier mit mehreren Dörfern hier zu organisieren. 

Und ich werde mal schaun, dass ich ein paar gute Spieler finde und mit denen ein intensiveres Training mache :-)

Also dann bis die Tage

Mungu awabariki

Freitag, 26. September 2008

Nyoka, nyoka, nyoka!!

Am Mittwoch war ich nicht arbeiten, was zum einen daran lag, dass ich am Vormittag geschlafen habe, weil ich in der Nacht kaum ein Auge zugemacht habe, und irgendwie Schüttelfrost oder so hatte – am Nachmittag stellte sich dann heraus, dass ich Malaria hatte , als ich den Test gemacht hab. Es sind aber nur zwei verschiedene Typen der Bakterien gefunden worden und es ist nicht so schlimm, aber es reicht halt um sich schlecht zu fühlen.
Wie dem auch sei, am Mittag wusste ich noch nichts davon und mir gings auch etwas besser. Nach dem Mittagessen bin ich mit Gelson und einem anderen Mitarbeiter auf Schlangensuche gegangen. Bertha, eine neue Mitarbeiterin hier, hat auf ihrem Weg morgens eine große schwarze Schlange gesehen, die wir jetzt suchen und einfangen wollten. 
Also sind wir runter in die Gärten und an die Flüsse gegangen und haben die Bäume abgesucht. Aber es war nichts zu sehen von einer Schlange oder auch nur irgendwas Vergleichbarem. Nachdem wir ne halbe Std. durch den Wald und die Büsche gestreift sind haben wir uns auf den Weg zurück begeben und uns schon damit abgefunden, dass die Schlange sich für heute zu gut versteckt hat. 
Auf dem Rückweg kamen uns einige Patienten entgegen die Kuni (Feuerholz) holen wollten – Mittwochs ist ja Feuerholz-hol-Tag 
Als wir schon an ihnen vorbei waren riefen sie uns plötzlich nach einer Weil aufgeregt hinterher „Nyoka, nyoka, nyoka!!“ (Schlange) 
Da sind wir also schnell zurück und haben das Feld umgegraben nach der Schlange.
Nach ner Weile kam uns auch eine entgegengesprungen, doch sie war weder besonders groß noch schwarz – ein kleines giftgrünes Tier schlängelte sich vor unsern Füßen auf dem Boden.
Milton hat sie dann eingefangen und wir sind zurück zum Krankenhaus. 
Wir wollen mal schauen was man so über die verschiedenen Schlangen hier rausfinden kann – was es alles für welche gibt, wie sie leben und was sie fressen und und und…
Danach bin ich dann jedenfalls zum doc gegangen und hab sicherheitshalber mal, nur zur vorsorge versteht sich, nen Test machen lassen^^ und hatte tatsächlich Malaria.
Naja hab dann direkt Tabletten genommen eine Nacht durchgeschlafen und mich auch gestern noch ausgeruht und war dann heut schonwieder arbeiten – also halb so schlimm :-)

Samstag, 20. September 2008

Diebstahl

Hallo zusammen,
ich melde mich mal wieder - mit einer brisanten Neuigkeit!
Nein, es ist eigentlich garnicht so besonders. Uns wurde nur mal wieder das Stromkabel geklaut, weshalb wir auch seit letzten Samstag keinen Strom hatten... Beim letzten mal als das passiert ist war Gabi noch hier und der Strom viel für 3 Monate aus - darauf hatte ich mich schon eingestellt...^^ Aber anscheinend hat die Firma es diesmal schneller hinbekommen und wir mussten nur eine Woche von dem kärglichen Strom aus dem Generator leben! :-)

So jetzt zu dem was ich in der Zeit so erlebt habe:
Ich war ja letztes Wochenende bis Montag in Peponi. Das war sehr erholsam - wir haben's und gut gehen lassen und ausgespannt :-)
Das Wetter war die ganze Zeit super und die Sonne hatte die Oberhand - bis Sonntagmorgen, wo es anfing zu gewittern und der Himmel sich bis zum Nachmittag zuzog... Das wäre nicht weiter schlimm gewesen, wenn wir nicht genau dann die Schnorcheltour geplant hätten...^^
Denn von Peponi fährt ein Boot raus bis zu einer Sandinsel (so ca. 1 Std entfernt) und hält zwischendurch an einem super Riff an, wo sie Pause machen und man Zeit zum schnorcheln hat. Wir haben die Tour dann auch gemacht, nur war der Himmel so dunkel - es fing auch nochmal an zu regnen^^, dass man nicht so viele schöne Farben sehen könnte wie wohl bei Sonnenschein (hab ich mir dann von Frank sagen lassen).
Trotzdem haben wir uns nicht abschrecken lassen und sind reingesprungen - im Wasser war es auch wärmer als auf dem Boot...
Wir hatten noch zwei englische Medizinstudenten mit an bort und die durften sich natürlich einige Sprüche bezüglich des Wetters anhören...:-)
Ich hab dann auch noch jede Menge Bilder gemacht, aber die Farben sind echt spärlich, aber zum Glück kommen wir sicher nochmal dorthin, denn es sind nur gute 2 Std fahrt von Lutindi - und ich mache die Schnorcheltour nochmal bei Sonnenschein:-)

Die Woche über habe ich dann wieder gearbeitet, hier mal was ich so mache, wenn ich nicht gerade an Traumstränden schwimmen gehe, oder Grillfeste feier:

Morgens wie gesagt geht um 6 Uhr die Lutindi Glocke - aufstehn für alle.
Dann geh ich um viertel vor 7 zur Morgenandacht, begrüße alle Patienten und versuche danach wenigstens jedes 5. oder 10. Wort der Andacht auf zu schnappen, um wenigstens so ungefähr den Inhalt mit zu bekommen :-)
Um viertel vor 8 beginnt der Arbeitstag - ich Arbeite zur Zeit immernoch in der Weberei - heißt, den Patienten zeigen wie sie die verschiedenen Arbeiten machen und zwischendurch einige "einfangen", die sich wieder verdrückt haben.
Um 10 gibts Tee und Mandazi - für eine halbe Std. - danach heißt es wieder alle einsammeln, weil keiner vom Tee zurück kommt^^
und um halb 12 dann Mittagessen - auch für mich :-) Denn ich esse bei Maasens mit, die auch von der Küche bekocht werden.
Und um halb 2 geht es dann weiter bis 4.
Um halb 5 spielen wir dann so jeden 2. Tag fußball.
Der Abend ist dann frei und gestaltet sich in Abhängigkeit vom Strom:-)Manchmal surf ich dann ein bisschen im Internet oder schau mir eine DVD an, oder schau nochmal nach den Patienten oder einigen Jugendlichen hier.
Oft lese ich auch - hab mittlerweile 3 Bücher durch :-)

Ja, das war so der normale Alltag - aber oft läuft es auch anders, weil wir im Moment ja immernoch an dem Touristenprogramm arbeiten und dann immer mal wieder Leute zu besuch haben und dann haben wir Meetings - bei denen mir Anja freundlicherweise immernoch übersetzen hilft :-)
Typisch Afrikanisch - woran man sich gewöhnen muss ist auch, dass die Leute weder pünktlich kommen, noch am vereinbarten Tag^^ Wir hatten solche Tourismusleute zu Gast - die 3 Termine,ohne ab zu sagen, verpasst haben - und dann irgendwann doch endlich kamen^^ Sie haben auch nicht verstanden, dass Anja schon ein bisschen genervt davon war - denn es wurde jedes Mal reichlich essen für sie vorbereitet und alles...

So weit erst mal genug - wahrscheinlich liest den Post sowieso keiner, weil er zu lang ist^^

Also schöne Tage und bis demnächst - Bilder gibts in nem extra Post, wegen des Labels.

Gruß Flo

Mittwoch, 10. September 2008

Grüße

Ja moin auch,

wie ich schon geschrieben hatte, haben wir gestern gegrillt - das war echt super.

Ich durfte die ganze Zeit mit Gelson am Grill stehen und 35 Kilo Fleisch grillen!!! Mein Traum!!! :-)

Wir haben ein ganzes Schwein geschlachtet und das hat ordentlich was hergegeben. Außerdem haben wir noch das Schaf gemacht - allerdings war da nicht so viel drann^^

Wir hatten also einen schönen Tag mit leckerem Fleisch und auch wieder schönem Wetter.

Dieses scheint sich jetzt überhaupt gegen die Wolken durchgesetzt zu haben denn wir hatten schon seit geraumer Zeit keinen Nebel mehr und ich denke das es das auch für dieses Jahr war *happy* 

Heute hatten wir "groß-reinemachen-Tag" - d.h. alle Patienten wurden geduscht und Haare geschnitten - was zur Folge hat, dass hier jetzt alle mit ner Glatze rum laufen, nicht das sie vorher großartig unterschiedliche Haarschnitte gehabt hätten^^

Ansonsten läuft alles ganz gut und ich lern immer mehr Kisuaheli :-) Mitlerweile rede ich nur noch wenig englisch mit ein paar Leuten hier - es klappt also immer besser.

Am Wochende fahre ich wahrscheinlich mit Maasens an den Strand in Tanga - das wird wieder schön :-)

Also bis nächste Woche und schöne Tage euch...

Mungu awabariki

Flo